Nav Ansichtssuche

Navigation

 

RADSH Gründungsversammlung 17 03 28

Initiatoren und Vertreter der Gründungsmitglieder von RAD.SH: vlnr Carsten Massau (ADFC), Frank Hartmann (Kreis Segeberg), Frank Thomsen (Entwicklungsagentur für den Lebens- und Wirtschaftsraum Rendsburg AöR), Hans-Joachim Grote (Norderstedt), Jan Wiegels (Mölln), Dr. Olaf Tauras, (Neumünster), Reinhard Rübner (Kellinghusen), Kirsten Kock (VCD), Björn Demmin (Preetz), Peter Todeskino (Kiel), Wilfried Bockholt (Niebüll), Regine Maaß (Timmendorfer Strand)

Zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs in Schleswig-Holstein wurde am 28. März 2017 die kommunale Arbeitsgemeinschaft „RAD.SH“ von acht Städten, Gemeinden und dem Landkreis Segeberg gemeinsam aus der Taufe gehoben.

„Das Rad muss ja nicht ständig neu erfunden werden“, freute sich Dr. Olaf Tauras, Oberbürgermeister der Stadt Neumünster über die Gründung der RAD.SH. Mit der  Gründung einer Kommunalen Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs schließt Schleswig-Holstein zu zehn weiteren Bundesländern auf, in denen solche Vereinigungen bereits arbeiten.

„Wir wollen Erfahrungen austauschen, Planungsleistungen bündeln, Fördermittel einwerben, Kampagnen für den nicht motorisierten Verkehr anschieben und unsere Verwaltungen mit RAD.SH unterstützen. Die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft ist auch ein Bekenntnis unserer Mitglieder zur Mobilität mit dem Rad und zu Fuß“, erklärte der frisch gewählte Vorsitzende.

Als weitere Vorstandsmitglieder wurden die Bürgermeister Jan Wiegels aus Mölln, Wilfried Bockholt aus Niebüll, Björn Demmin aus Preetz und der Landrat des Kreises Segeberg, Jan Peter Schröder, gewählt.

Auf der Gründungsversammlung wurden neben organisatorischen Vorbereitungen der Vereinsarbeit auch bereits erste Empfehlungen an die Landespolitik beschlossen. Der Vorsitzende OB Tauras: „Wir wünschen, dass die ehemalige befristete Radkoordinierungsstelle, zuletzt angesiedelt bei der Tourismusagentur des Landes [TA.SH], wieder - und diesmal unbefristet - eingerichtet und zukünftig bei RAD.SH angesiedelt wird. Der Verein will sich um Fuß- und Radverkehr im Alltag, in der Freizeit und auch im Tourismus bemühen. Das gehört für den echten Norden zwischen den Meeren dazu.“

Die Gründungsmitglieder repräsentieren mit rund 780.000 Einwohnern bereits ein gutes Viertel des Landes. Weitere Kommunen haben ihren Beitritt angekündigt.

Die Initiatoren Allgemeiner Deutscher Fahrradclub [ADFC] e. V. und Verkehrsclub Deutschland [VCD] e. V. hatten die Vereinsgründung vorbereitet. Dabei wurden sie vom schleswig-holsteinischen Verkehrsministerium finanziell unterstützt; auch für die Folgejahre sind für RAD.SH Mittel eingeplant. „Wir freuen uns natürlich sehr, dass jetzt die Vereinsgründung erfolgt ist und unterstützen RAD.SH in der Anfangsphase, bis das Rad von selbst rollt.“, erkläret Carsten Massau, Geschäftsführer des ADFC Schleswig-Holstein.

Weitere Informationen zu RAD.SH

Gründungsmitglieder sind:

1. Entwicklungsagentur für den Lebens- und Wirtschaftsraum Rendsburg AöR
2. Gemeinde Timmendorfer Strand
3. Kreis Segeberg
4. Stadt Kellinghusen
5. Stadt Kiel
6. Stadt Mölln
7. Stadt Neumünster
8. Stadt Niebüll
9. Stadt Norderstedt
10. Stadt Preetz

Weitere Städte sind an einem schnellen Beitritt zum Verein interessiert. Der offizielle Startschuss für RAD.SH soll im Rahmen der jährlich vom Land durchgeführten Fachtagung Radverkehr im Herbst 2017 erfolgen.

Kontakt

ADFC Schleswig-Holstein e. V.

Carsten Massau
Tel. 0431/670 750 33
mobil: 0174/16 73 0 73

                

VCD Nord e. V.

Kirsten Kock
Tel: 0431/986 46-26
mobil: 0176/55 90 78 50

im Netz: www.RAD.SH    
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  

 

Die Notwendigkeit eines Umbaus des Mobilitätsverhaltens zu ressourcenschonenden Praktiken wird von niemandem mehr in Frage gestellt. Durch eine Erhöhung des Radverkehrsanteils am Verkehrsgeschehen sind hierbei relativ schnell und kostengünstig Erfolge generierbar. Auf der Fachtagung Radverkehr im Herbst des vergangenen Jahres gab Verkehrsminister Reinhard Meyer das Ziel vor, Schleswig-Holstein zum „Fahrradland Nummer 1“ in Deutschland machen zu wollen.

Die Ergebnisse des ADFC-Fahradklimatests sind eine gute Grundlage für eine Bestandsaufnahme und für einen Vergleich mit anderen Bundesländern.

Unter den 332 Städten in der Testwertung sind 18 Städte aus Schleswig-Holstein.

Kiel und Lübeck fallen in der Großstadt-Kategorie „über 200.000 Einwohner“ und schneiden auffallend unterschiedlich ab. Während die Landeshauptstadt eine respektable Position 4 im Ergebnis der bewerteten 38 Städte erreicht landet die Hansestadt Lübeck auf Platz 25. Einige Details: Bis auf die Frage „Häufigkeit Fahrraddiebstahl“ gibt es in Kiel gegenüber dem Mittelwert aller 80 Großstäde positivere Ergebnisse, ein Spitzenwert wird beim Thema „Abstellanlagen“ erreicht. Für Lübeck ist erwähnenswert, dass trotz eines unter dem Mittelwert liegenden Gesamtergebnisses der Stellenwert des Radverkehrs höher als im Durchschnitt bundesdeutscher Großstädte gesehen wird. Wenn „Komfort beim Radfahren“ und „Infrastruktur des Radverkehrsnetzes“ die auffälligsten Abweichungen zum Negativen sind so zeigt dies deutlich den Handlungsbedarf.

Den Stellenwert des Fahrrads in den Klein- und Mittelstädten Schleswig-Holsteins machen die 16 teilnehmenden Kommunen unter 100.000 Einwohner deutlich. Darunter gibt es auch einen Bundessieger: Mit 170 Interviews haben 2,2 Prozent der Einwohner von Kellinghusen teilgenommen, damit prozentual mehr als in jeder anderen Stadt. Kellinghusen ist mit einem Index von 3,32 auch an erster Stelle in der „Landeswertung“.  Allerdings kaum ein Grund, um in Jubel auszubrechen: Bundesweit reicht das keineswegs für einen Spitzenplatz. Es ist bei 252 Teilnehmern Rang 42.

Besser als der Durchschnittsindex in Deutschland (3,72) werden in Schleswig-Holstein außerdem Gettorf, Eckernförde, Ammersbek und Norderstedt beurteilt. 11 Städte schneiden schlechter ab.

Bis zum Fahrradland Nummer 1 ist  in Schleswig-Holstein noch einiges zu tun. Der ADFC bietet seine Mithilfe an – denn das Potential dafür ist vorhanden: Das Land zwischen den Meeren bietet nahezu ideale Voraussetzungen für den Fahrradverkehr. Gleichermaßen in den Städten oder im ländlichen Raum, für die intelligente Mobilität im Alltag und in der Freizeit.

Die detaillierten Ergebnisse können nachgelesen werden unter www.adfc.de/fahrradklima-test/ergebnisse/adfc-fahrradklimatest-2012---die-ergebnisse

 

 
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.