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Die Notwendigkeit eines Umbaus des Mobilitätsverhaltens zu ressourcenschonenden Praktiken wird von niemandem mehr in Frage gestellt. Durch eine Erhöhung des Radverkehrsanteils am Verkehrsgeschehen sind hierbei relativ schnell und kostengünstig Erfolge generierbar. Auf der Fachtagung Radverkehr im Herbst des vergangenen Jahres gab Verkehrsminister Reinhard Meyer das Ziel vor, Schleswig-Holstein zum „Fahrradland Nummer 1“ in Deutschland machen zu wollen.

Die Ergebnisse des ADFC-Fahradklimatests sind eine gute Grundlage für eine Bestandsaufnahme und für einen Vergleich mit anderen Bundesländern.

Unter den 332 Städten in der Testwertung sind 18 Städte aus Schleswig-Holstein.

Kiel und Lübeck fallen in der Großstadt-Kategorie „über 200.000 Einwohner“ und schneiden auffallend unterschiedlich ab. Während die Landeshauptstadt eine respektable Position 4 im Ergebnis der bewerteten 38 Städte erreicht landet die Hansestadt Lübeck auf Platz 25. Einige Details: Bis auf die Frage „Häufigkeit Fahrraddiebstahl“ gibt es in Kiel gegenüber dem Mittelwert aller 80 Großstäde positivere Ergebnisse, ein Spitzenwert wird beim Thema „Abstellanlagen“ erreicht. Für Lübeck ist erwähnenswert, dass trotz eines unter dem Mittelwert liegenden Gesamtergebnisses der Stellenwert des Radverkehrs höher als im Durchschnitt bundesdeutscher Großstädte gesehen wird. Wenn „Komfort beim Radfahren“ und „Infrastruktur des Radverkehrsnetzes“ die auffälligsten Abweichungen zum Negativen sind so zeigt dies deutlich den Handlungsbedarf.

Den Stellenwert des Fahrrads in den Klein- und Mittelstädten Schleswig-Holsteins machen die 16 teilnehmenden Kommunen unter 100.000 Einwohner deutlich. Darunter gibt es auch einen Bundessieger: Mit 170 Interviews haben 2,2 Prozent der Einwohner von Kellinghusen teilgenommen, damit prozentual mehr als in jeder anderen Stadt. Kellinghusen ist mit einem Index von 3,32 auch an erster Stelle in der „Landeswertung“.  Allerdings kaum ein Grund, um in Jubel auszubrechen: Bundesweit reicht das keineswegs für einen Spitzenplatz. Es ist bei 252 Teilnehmern Rang 42.

Besser als der Durchschnittsindex in Deutschland (3,72) werden in Schleswig-Holstein außerdem Gettorf, Eckernförde, Ammersbek und Norderstedt beurteilt. 11 Städte schneiden schlechter ab.

Bis zum Fahrradland Nummer 1 ist  in Schleswig-Holstein noch einiges zu tun. Der ADFC bietet seine Mithilfe an – denn das Potential dafür ist vorhanden: Das Land zwischen den Meeren bietet nahezu ideale Voraussetzungen für den Fahrradverkehr. Gleichermaßen in den Städten oder im ländlichen Raum, für die intelligente Mobilität im Alltag und in der Freizeit.

Die detaillierten Ergebnisse können nachgelesen werden unter www.adfc.de/fahrradklima-test/ergebnisse/adfc-fahrradklimatest-2012---die-ergebnisse

 

 
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