Alle Schleswig-Holsteiner*innen sind gefragt, ihre Ideen und Maßnahmen für eine nachhaltige Mobilität einzubringen – Beteiligungsplattform „Verkehrswende selber machen“ des ADFC Schleswig-Holstein ist ab sofort online.

Kiel, 12.10.2020 - Die Verkehrswende sichert die zukünftige Mobilität in der Stadt und auf dem Land. Doch wie sieht nachhaltige Mobilität bei uns aus und wie können wir die Verkehrswende vor Ort gestalten? Diese Frage beschäftigt nicht nur den ADFC, sondern auch zahlreiche weitere Akteure, Kommunen, Unternehmen und Institutionen in Schleswig-Holstein. Deshalb hat der ADFC das Projekt „Verkehrswende selber machen“ ins Leben gerufen, das von der BINGO!-Umweltlotterie Schleswig-Holstein und der Europäischen Union im Rahmen des Interreg Baltic Sea Region-Projekts „cities.multimodal“ gefördert wird.

„Die Vielfalt an möglichen Maßnahmen ist groß. Doch nur wenn Ideen und Anregungen benannt werden und Umsetzungsmöglichkeiten vor Ort bekannt sind, lässt sich etwas bewegen“, sagt Projektkoordinatorin Andrea Kraske: „Hierfür müssen wir regionale und lokale Bedürfnisse und Erfordernisse kennenlernen und hoffen daher auf eine rege Beteiligung der Bürger*innen.“

Neben vielen zeitintensiven Vorhaben sind es auch die kleineren Projekte, die die Verkehrswende voran bringen. Vieles können die Menschen vor Ort direkt anregen oder initiieren und damit die Grundlage für die praktische Umsetzung schaffen. Zentrales Element ist eine Online-Beteiligungsplattform. Bürger*innen, Kommunen, Unternehmen und Institutionen sind eingeladen, ihre Projekte bekannt zu machen und neue Ideen und Anregungen zum Thema nachhaltige Mobilität und Lebensqualität auf einer interaktiven Karte zu markieren und zu beschreiben. Mit wechselnden Themenschwerpunkten, wie Sofortmaßnahmen im Radverkehr, nachhaltige Mobilität im Tourismus oder Orte der kurzen Wege verdeutliche man zusätzlich die Vielfalt und Vielzahl der Maßnahmen für eine umfassende Verkehrswende.

Damit es nicht nur bei den Ideen und Vorschlägen bleibt, werden die Eintragungen und Anregungen im nächsten Jahr in Workshops in allen Regionen Schleswig-Holsteins mit Bürger*innen, Kommunalpolitiker*innen und weiteren Akteuren diskutiert und auf eine Umsetzung überprüft.

„Die Beteiligungsplattform lebt vom Mitmachen“, betont Kraske: „Je mehr Menschen aktiv werden und die Karte befüllen, desto mehr Projekte können initiiert werden, denn die Verkehrswende kann nur gemeinsam gelingen!“

Die Online-Beteiligungsplattform ist erreichbar unter: www.verkehrswende-sh.de/verkehrswende