Den Auftakt machte dieses Jahr Halstenbek, das schon am 14.09.2019 einen Teil der Parkflächen am Krupunder Bahnhofsvorplatz zu einem lebenswerteren Ort umgestaltete. Auf zehn Parkplätzen wurden alle vorbei fahrenden Fahrradfahrer*innen mit Brötchentüten beschenkt, die der Bäcker Schlüter gespendet hatte.

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Am PARK(ing) Day selbst, der wie jedes Jahr am dritten Freitag im September stattfindet und dieses Jahr mit der großen Fridays for Future Demonstration am 20.09.2019 zusammenfiel, startete eine Grundschule im Kieler Stadtteil Ellerbek mit einem bunten Programm: Unter dem Motto „Spielen statt Parken“ nutzten die Kinder den Platz neben der Schule, über dessen weitere Nutzung im Stadtteil seit Längerem diskutiert wird – unterdessen wird er täglich Opfer einer Lawine parkender Autos, die dort echte Lebensraumgestaltung unmöglich machen.

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Erst im Anschluss an die große Demonstration versammelten sich insgesamt zehn Initiativen (ADFC, BUND, Extinction Rebellion, Fukushima Mahnwache Schönberg, Greenpeace, Die Linke, Matthias Stein (MdB, SPD), Tram für Kiel, SPD Ortsgruppe West/Altstadt sowie der VCD) am Kieler Arndtplatz, wo die PD-Aktion einem spontanen Straßenfest glich, auf dem Autos wie selbstverständlich den Kindern wichen, die über die Fahrbahn von Stand zu Stand spazierten.

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Zum ersten Mal dabei waren Flensburg, Itzehoe und Preetz: In Flensburg machten ADFC und VCD die Parkplätze an der Schiffbrücke zu Wohlfühloasen, die mit Musik, Qi Gong und Politiktalk einluden.

 

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Inmitten der ehemaligen Fußgängerzone „Breite Straße“, deren Wiedererschließung derzeit diskutiert wird, verdeutlichte der ADFC in Itzehoe mit Blümchen, Spielzeug sowie Kaffee und Kuchen den Mehrwert von innerstädtischen Flächen, anstelle von Parkplätzen für Autos.

 

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Die Aktion in Preetz fand auf einem beliebten Kurzzeitparkplatz statt, sodass sie bei Radfahrer*innen und Fußgänger*innen zwar auf breite Zustimmung stieß, bei vielen Autofahrer*innen jedoch Kopfschütteln hervorrief. Die Initiatorin Marret Bähr (Klimaschutzmangerin, Preetz) war trotzdem sehr zufrieden, denn es müsse schließlich weh tun, um Veränderungen zu evozieren.

 

Schließlich beteiligte sich auch Lübeck dieses Jahr wieder an den PARK(ing)-Day-Aktionen in der Mühlenstraße, wo sie sogar ein Fernsehteam des Schleswig-Holstein Magazins besuchte.

 

In Pinneberg gab es zwar keinen PARK(ing) Day, dafür aber eine Woche im Voraus eine gelungene Schülerdemonstration auf Zweirädern, um Klimaschutz zu propagieren. Rund 750 Schüler*innen forderten hierfür signifikante Verbesserungen der Radwege, auf denen sie zur Schule kommen.

 

Zudem fand in Bad Segeberg im Rahmen der Europäischen Woche der Mobilität am 21.09.2019 der Aktionstag „Rad und Verkehr“ statt. Hier war neben zahlreichen anderen Initiativen auch der ADFC vertreten und bot Fahrradcodierungen und Testfahrten auf dem Fahrradstreifen an. Der Aktionstag sollte Mängel der lokalen Verkehrspolitik aund Alternativen aufzeigen.

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