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Das Rezept: Man suche sich einen oder mehrere Parkplätze und verwirkliche dort für einen Tag das, was nach eigener Ansicht zum Wohlfühlen an diesem Ort fehlt. Das kann einfach eine Sitzbank oder ein Fahrrad-Abstellplatz sein, aber auch ein gemütlicher Treffpunkt zum Zeitung lesen, Spiele spielen und Klönen oder eine Wiese mit Liegestuhl, ein Kiosk...

Das Ergebnis: Zufällig vorbeilaufende Menschen reagieren auf den ungewohnten Anblick oft mit witzigen Kommentaren, viele kommen dann aber zum Nachdenken („schade eigentlich, dass es so etwas hier nicht immer gibt, wieso eigentlich nicht…?“). Mit etwas Glück und den richtigen Argumenten wird durch die Aktion der Grundstein für eine Verhaltensänderung in Sachen Autonutzung gelegt.

Die Verfeinerung: Je mehr Initiativen so eine Park(ing)Day-Aktion am selben Ort und Tag auf die Beine stellen, umso besser ist die Wirkung. Ein Park(ing)Day kann das ganze Jahr über stattfinden, weltweit findet er offiziell am 3. Freitag im September statt. An diesem Tag wurde er im Jahr 2005 in San Francisco zum ersten Mal verwirklicht. Da die Aktionen zumeist ehrenamtlich organisiert sind, wird der Parking(Day) oft auch auf den Samstag verlegt.

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Der Hintergrund:

Es ist ein weltweites Phänomen in den Städten und Gemeinden: Immer mehr PKW benötigen immer mehr Parkraum. Dafür werden Flächen, die für die Lebensqualität notwendig sind – vom einzelnen Baum bis hin zu Grünanlagen und Spielplätzen – umgewidmet.

In Deutschland verbringen privat genutzte PKW im Durchschnitt 23 Stunden pro Tag auf einem Parkplatz. Davon stehen pro Auto drei zur Verfügung: am Wohnort, am Arbeitsort und dort, wo Besorgungen oder Freizeitvergnügen angesagt sind (Mobilität in Deutschland, Studie im Auftrag der Bundesregierung 2008). Diese Parkplätze sind aber nicht immer dort frei, wo sie gerade benötigt werden, so dass von der einen Stunde Fahrtzeit, die im Durchschnitt übrigbleibt, ein nicht unerheblicher Teil für die Parkplatzsuche und die dadurch entstehenden Staus benötigt wird.

Diese Entwicklung wird oft als so selbstverständlich hingenommen, dass alternative Möglichkeiten der Fortbewegung erst dann zur Diskussion stehen, wenn sie wie beim Park(ing)Day bewusst vors Auge geführt werden.

 
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