3 Gesundheit Foto ADFC SH 3305 Radler divDer ADFC Bundesverband hat folgende Empfehlungen herausgegeben:
Erlaubt ist es in allen Bundesländern, notwendige Fahrten zur Arbeit, zum Einkaufen und kleine
Besorgungen mit dem Rad zu erledigen. Auch die kleine Hausrunde mit dem Rad ist überall möglich,
wenn man sie allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts macht. Es liegt auf
der Hand: Wer mit dem Rad eine Runde dreht, um frische Luft zu schnappen und in Bewegung zu
bleiben, sollte beliebte Ausflugsziele und Strecken meiden. Dort wird es besonders

schwierig, die
vorgeschriebenen Abstände zwischen Personen einzuhalten.
Mehrtägige Radreisen müssen auf die Zeit nach Corona verschoben werden, weil Unterkünfte nicht
mehr zu touristischen Zwecken genutzt werden dürfen. Das gilt auch für Campingplätze.
Überregionale Touren sind ausdrücklich verboten, wenn sie in Gebiete führen, die für den Tourismus
gesperrt sind.
Alle Radfahrende sollen Rücksicht nehmen. Jetzt sind viele Radler unterwegs, die das lange nicht
mehr gemacht haben. Auch sie müssen sicher und stressfrei zum Ziel kommen!
Zusätzlich empfiehlt unser Chefredakteur Bodo Bachmann (Arzt), jetzt auf lange Trainingstouren zu
verzichten. Auspowern schwächt den Körper und macht ihn damit anfälliger für
Infektionskrankheiten.
Und wer jetzt ins sportliche Radfahren einsteigen und intensiv trainieren will, der sollte sich darüber
bewusst sein, dass nach starker Belastung ein „Fenster“ erhöhter Infektanfälligkeit aufgehen kann,
mit einer Dauer von mehreren Stunden bis zu 3 Tagen. Entsprechende Vorsicht ist ratsam.
Weitere Informationen: https://www.adfc.de/dossier/dossier-radfahren-in-zeiten-von-corona/
https://www.germanjournalsportsmedicine.com/archive/archive-2017/issue-9/infektionen-des-
oberen-respirationstraktes-bei-leistungssportlern-risikofaktoren-praevention-und-rueckkehr-zum-
sport/
Dabei bleiben -Radfahren für die eigene Gesundheit
Eine Zeit lang wurde Fahrradfahren nicht als Ausdauersportart anerkannt, weil angeblich zu wenige
Muskelgruppen an der Arbeit beteiligt sind. Mittlerweile ist diese Ansicht jedoch überholt.
Radfahren stärkt Herz und Kreislauf und trainiert die Lunge. Unterstützt eine bessere Durchblutung
und bessere Belüftung, das macht zwar nicht immun, verringert aber das Risiko auf
Grunderkrankungen, wie Herzkreislauferkrankungen, Diabetes und Erkrankungen der Atemwege.
Diese begünstigen nämlich einen schwereren Verlauf von Covid-19, warnt das Robert Koch-Institut.
Es muss gar nicht immer eine lange Tour sein. Bereits zehn Minuten sanfter Tritt sind gesund, sagen
Mediziner. Deshalb lohnt schon die Mini-Tour morgens zum Bäcker und bei besonders schönem
Wetter ist die Versuchung groß, auf dem Rückweg noch eine zusätzliche Schleife zudrehen.
Radfahren hellt die Stimmung auf. Also rauf aufs Rad, was gibt es da lange zu überlegen.
Auch für Sporteinsteiger mit Knie- und Hüftproblemen eignet sich Fahrradfahren besonders, denn
der Bewegungsablauf wird über die Pedale vorgegeben. Es ist zwar eine ordentliche Beinarbeit zu
leisten, diese findet aber in einer geführten Bewegung statt. Beugen und strecken sind auch bei
Gelenkverschleiß meist noch ohne Beschwerden möglich.
Gerade für übergewichtige Personen kann das Radfahren eine echte Chance sein, um aus dem
Teufelskreis der Bewegungsarmut herauszukommen, denn die Gelenke müssen nicht mehr die ganze
zusätzliche Last tragen. Wetter gibt es für Radfahrer eigentlich nicht, aber im Winter bei Kälte, Eis
und Schnee kann ein Heimtrainer Ersatz bieten. Damit es nicht langweilig wird, bietet sich E-Cycling

als Lösung an, bei dem man auf dem Rollentrainer oder Heimtrainer zu Hause vor dem Bildschirm
schwitzt. Einige touristische Regionen bieten virtuelle Exkursionen an, zum Beispiel Nordrhein-
Westfalen und Thüringen.