Nav Ansichtssuche

Navigation

world bicycle day 2018 rendsburg northern germany

Zahlreiche Menschen beteiligten sich am vergangenen Wochenende (2./3. Juni) anlässlich des allerersten „World Bicycle Day“ landesweit an Fahrrad-Aktionen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC Schleswig-Holstein e.V.). Hunderte von Demonstranten unterstützten gemeinsam die Forderung nach einer besseren Radverkehrsinfrastruktur und forderten deutlich mehr Rechte für Radfahrende. 

 

BikeNightDen sichtbaren Auftakt bildete die „BikeNight“ aller Ortsgruppen des Kreises Pinneberg (Elmshorn, Halstenbek-Schenefeld, Pinneberg, Tornesch-Uetersen und Wedel) im Rahmen der Aktion „Stadtradeln“. Das Veranstaltungsmotto „Gemeinsam dem Sonnenuntergang entgegen“ lockte bereits am Samstag zahlreiche Radbegeisterte aus Hamburg und Schleswig-Holstein zum Haseldorfer Hafen nach Pinneberg. Mit einem Picknick im Fackelschein feierte man gemeinsam in den „Europäischen Tag des Fahrrades“ hinein, der im April von der UN zum „World Bicycle Day“ erhoben wurde.

PolizeiUlf Brüggmann, Ortsgruppensprecher ADFC-Pinneberg, sprach trotz anfangs widriger Witterungsumstände von einem großen Erfolg. Ein Regenschauer habe die tolle Stimmung unter den zirka 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Sternfahrt nicht trüben können. Brüggmann lobte ferner die gute Zusammenarbeit mit der Pinneberger Polizei. Das Timing der Veranstaltung habe hervorragend funktioniert. „Alle Teilnehmer waren total begeistert“, so Brüggmann weiter.

 

sternfahrer rendsburg 2018Eine schier endlos wirkende Masse von rund 170 Radfahrenden bewegte sich tags darauf bei der Sternfahrt des ADFC Rendsburg zunächst zur Innenstadt und danach viermal um den Rendsburger Tangentenring, der sonst für den Radverkehr gesperrt ist. „Wir wollten zeigen, dass es hier viele Radfahrende gibt, die mit der Infrastruktur nicht zufrieden sind und dies einfach mal laut kundtun.“, so Bodo Schnoor, Sprecher des ADFC Rendsburg. An der Veranstaltung beteiligten sich Gäste aus Büdelsdorf, Kiel, Eckernförde, Neumünster, Kellinghusen, Flensburg und Heide. Auch Gemeindevertreter, die ja selbst Entscheider seien, hätten sich an der Sternfahrt beteiligt: „Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz.“, freute sich Schnoor.

Auf der Schlusskundgebung bedankte sich der ADFC-Landesvorsitzende Thomas Möller zunächst bei den Initiatoren der landesweiten Veranstaltungen. Viel Beifall erntete er unter anderem für die Forderung nach einer besseren, einladenden Radverkehrsinfrastruktur: “Wir wollen, dass mehr Leute aufs Fahrrad steigen. Dazu brauchen wir viel mehr Fahrradstraßen und breite Radwege, auf denen man sich auch überholen kann.“, stellte Möller fest.

Thomas MüllerDer Landesvorsitzende wies darauf hin, dass das Land für Abstellanlagen Fördermittel bereit stelle, die durch die Kommunen abgerufen werden müssten.  Der ADFC fordere auf Landesebene, dass Schleswig-Holstein jetzt Fahrradland werden müsse. Es wurde bereits erreicht, dass die Erarbeitung einer Landesstrategie zur Förderung des Radfahrens im Koalitonsvertrag der Kieler Jamaika-Koalition verankert sei. 

 

Als Interessenvertretung der Radfahrenden fordere der ADFC Schleswig-Holstein die angekündigten Maßnahmen zur Radverkehrsförderung jetzt konkret ein. Der ADFC befände sich dazu aktuell im Gespräch mit dem Kieler Verkehrsministerium.

KundgebungsteilnehmerZum Abschluss der Kundgebung bedankte sich Thomas Möller bei den Teilnehmern der Sternfahrten und warb für eine breite gesellschaftliche Unterstützung. Unter Beifall appellierte er zu guter Letzt an die Anwesenden: „Wir sind viele, aber wir müssen noch mehr werden.“

Ob es im nächsten Jahr eine Wiederholung geben werde, werde man demnächst in gemeinsamer Absprache entscheiden.

Hintergrund

Der Weltfahrradtag ist jeweils der 3. Juni eines Jahres. Er wurde vor Kurzem als ein offizieller UN-Tag des Bewusstseins über die gesellschaftlichen Vorteile der Fahrradnutzung verabschiedet. Generalsekretär Bernhard Ensink von der European Cyclists Federation verkündete in diesem Zusammenhang, dass das Fahrradfahren gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Vorteile habe und die Menschen einander näher bringe. Weiter führte er aus, dass die UN Deklaration eine Anerkennung für den Beitrag des Fahrradfahrens zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung sei. (Quelle: Wikipedia)

 

Links zu den sh:z-Presseberichten: