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Am Lübecker Mühlentorpatz wurde am 18. April eine mindestens 3 Monate andauernde Baustelle eingerichtet, die auch den Radfahrstreifen mit belegt. Für Radfahrer wurde mitten im Kreisverkehr auf dem Radfahrstreifen eine Absperrschranke aufgestellt. Nachdem ein aufmerksamer Radfahrer den ADFC darauf hingewiesen hat, haben dieser bei der Verwaltung eine sofortige Änderung eingefordert. Leider ist bis zum Wochenende alles so belassen worden.

Am Samstag haben einige ADFC-Aktive sich noch einmal eine Zeitlang die Situation am Mühlentorteller angeschaut. Sie mussten einige sehr gefährliche Situationen beobachten, die allein durch die für die Radfahrer völlig überraschend auftauchende "Radfahrerfalle" (Baken sind aufgestellt wie eine Fischreuse) und den aus der Absperrung nicht erkennbaren Zweck des Hindernisses (soll der Radfahrer links oder rechts vorbeifahren? Ist der Radweg gesperrt? Soll der Radfahrer jetzt über den Fußgängerüberweg (FGÜ) fahren? ...) resultiert. Eine weitere gefährliche Situation entsteht aus der Benutzung des neuen FGÜ in der Ratzeburger Allee, weil hier durch die Baustelleneinrichtung fast keine Sichtbeziehungen möglich sind und die durch die schlechte Beschilderung fehlgeleiteten Radfahrer hier unvermittelt auftauchen.
Zusätzliche Gefahren entstehen dadurch, dass jetzt unklare Vorfahrtsverhältnisse vorliegen, die an der Einfahrt von der Kronsforder Allee auch noch von den anderen Zufahrten abweichen.
Der ADFC Lübeck hat deshalb der Verwaltung einige Vorschläge unterbreitet. Sie zielen deshalb auch darauf ab, die gewohnten Verhältnisse soweit möglich wieder herzustellen, eindeutige Verkehrsregelungen zu schaffen und die Sichtbeziehungen zu verbessern. Außerdem soll die Leistungsfähigkeit für den Kfz-Verkehr möglichst wenig eingeschränkt werden. Angesichts der mindestens 3 Monate andauernden Baumaßnahmen erscheint es den Aktiven des ADFC gerechtfertigt, einen gewissen Aufwand für die Verkehrssicherheit der Radfahrer zu betreiben.
Die Maßnahmen sind im beiliegenden Plan eingezeichnet. Zur besseren Übersicht, können einzelne Ebenen (z.B. das Luftbild) im PDF-Betrachter ausgeblendet werden.

Vorgeschlagene Maßnahmen:

  1. Zufahrt von der Kronsforder Allee:
    1. die Freigabe des Fußwegs entlang der Baustelle wird aufgehoben. Fußgänger haben mehr Platz. Radfahrer werden nicht zum neuen FGÜ über die Ratzeburger Allee geleitet, wo sie von den ausfahrenden Kfz zu spät gesehen werden. Außerdem sollen Radfahrer nicht verleitet werden, fahrend den FGÜ zu nutzen.
    2. Radfahrer werden an der 2. Grundstücksausfahrt vor dem FGÜ (Kronsforder Allee) auf die Busspur geleitet. Dafür werden Markierungen aufgebracht. Nötigenfalls wird das Benutzen des Fußwegs noch durch ein Schild "Radverkehr verboten" und / oder eine Absperrschranke oder Richtungstafel unterbunden.
    3. An dieser Stelle wird für die Radfahrer ein Vorfahrt achten Schild mit einem Hinweis auf den Busverkehr aufgestellt
    4. Um die Sicht zwischen Bus- und Radfahrern zu ermöglichen, wird das Parken auf dem Platz vor dem Baum unmittelbar vor der neuen Radwegeinmündung verhindert (z.B. durch Poller).
    5. Busfahrer werden durch ein "Radverkehr kreuzt"-Schild vor der neuen Einmündung gewarnt (Schild steht schon).
    6. Das Radfahren auf der Busspur auf dem letzten Ende wird durch ein Zusatzschild erlaubt.
    7. Das Parken auf der Busspur wird verhindert, in dem die Busspur nicht mehr zeitlich eingeschränkt wird
  2. Erhalten der Radspur im Kreisverkehr
    1. Der Kreis wird im Bereich der Kronsforder Allee etwas "eingedellt". Die Radspur wird an der Baustelle in unveränderter Breite vorbeigeführt
    2. Um den dafür nötigen Platz zu schaffen, werden die Kfz Spuren etwas schmaler, z.B. 3,25m für die äußere Spur und 2,5m für die innere.
    3. sollte der Platzbedarf der Baustelle im weiteren Verlauf noch steigen, könnte man an den Bordstein der Kreisinsel einen Asphaltkeil anschütten, so dass die Insel (bei entsprechender Geschwindigkeitsbegrenzung) zumindest mit einem Rad überfahren werden kann.
    4. In den Zufahrten aus der Wallstraße und der Hüxtertorallee werden die Verkehrsteilnehmer auf die Baustelle und die verengten Fahrspuren hingewiesen
  3. Verbesserung der Sichtbeziehungen an der Baustelle
    1. die Baucontainer und abgestellte Baufahrzeuge verschlechtern die Sicht der Kfz-Führer auf die Fußgänger (und Radfahrer), die den FGÜ über die Ratzeburger Allee nutzen wollen, erheblich. Die Container sollten weiter entfernt vom FGÜ aufgestellt werden. Das Abstellen von großen Baufahrzeugen in unmittelbarer Nähe des FGÜ sollte verhindert werden. Der Bauzaun sollte ein Stück entfernt (2m?) parallel zur Fahrbahn verlaufen (statt unmittelbar am Fahrbahnrand).
    2. Die Sichtbeziehung zwischen Fußgängern, die die Ratzeburger Allee von Norden queren wollen und Radfahrern, die von der Ratzeburger Allee kommen, ist sehr schlecht. Es sollte geprüft werden, ob die Litfaßsäule für die Dauer der Baustelle entfernt werden kann.
    3. Um den Radfahrern die neue Lage des FGÜ zu verdeutlichen, sollte die Markierung bis auf den Radweg weiter geführt werden

Der ADFC Lübeck hofft auf die Annahme der Vorschläge und eine zügige Umsetzung.

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