Gerade bekommt die Mecklenburger Straße in Schlutup zwischen Brinkweg und der B104 eine neue Asphaltdecke. Die zu beiden Seiten befindlichen benutzungspflichtigen Radwege sind untermaßig und in einem erbärmlichen Zustand, bleiben aber bei der Sanierungsmaßnahme unberücksichtigt.
Das ist in Lübeck allerdings gängige Praxis. Insbesondere der Zustand des nordseitigen, zwischen Fabrikstraße und B104 verlaufenden Radweges ist für Radfahrende schon seit Jahren unzumutbar und gefährlich. Zudem fehlt ein Sicherheitstrennstreifen zur Fahrbahn und er ist partiell am Ortseingang als Zweirichtungsradweg ausgewiesen. Auf diese Missstände hat der ADFC schon im Zusammenhang mit der Planung zu einer Änderung der Radverkehrsführung mit einer Querungshilfe im Ortseingangsbereich Schlutup hingewiesen. Aber selbst diese in 2016 geplante Maßnahme wird augenscheinlich im Zuge der laufenden Arbeiten nicht umgesetzt. Eine Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht innerorts an der Mecklenburger Straße sind unter diesen untragbaren Bedingungen geboten, zumal dort auch Tempo 30 angeordnet ist. Diese Maßnahmen würden zwar an der für Radfahrer sehr unattraktiven Situation wenig ändern, zumindest aber Rechtssicherheit herstellen und auch die Verkehrssicherheit etwas verbessern.

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