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Am 7.10.2017 fand im Internationalen Hanse-Museum Lübeck die Leser-Konferenz der Lübecker Nachrichten mit 5 der 6 Bürgermeister-Kandidaten statt.

Der ADFC Lübeck nimmt erfreut zu Kenntnis, dass sich der überwiegende Teil der Bürgermeister-Kandidaten die Forderungen, die der ADFC zur nachhaltigen Förderung des Radverkehrs im Frühjahr 2017 aufgestellt hat, zu eigen machen.

Joachim Heising kann sich in einer ausgeweiteten Fußgängerzone mehr Platz auch für Radfahrende in der Innenstadt vorstellen.

Detlev Stolzenberg fordert mit 12 EUR pro Einwohner und Jahr die finanzielle Förderung und Ertüchtigung der Radverkehrsanlagen in der Größenordnung, die unserer Forderung und der Empfehlung des Nationalen Radverkehrsplans 2020 entspricht. (Forderung 4). Darüber hinaus begrüßt der ADFC das Ziel 28% Radverkehr für Lübeck anzustreben, was über der bundesweiten Forderung des ADFC liegt und für die Topologie von Lübeck mehr als angemessen erscheint (Forderung 2).

Katrin Weiher kann sich Fahrrad-Schnellwege zwischen Travemünde und der Lübecker Innenstadt, sowie auf der Ratzburger Allee vorstellen (Forderung 3),. Auch steht sie für sichere Abstellboxen für Fahrräder mit Gepäck für Rad-Touristen ein (Forderung 8), deren Realisierung insbesondere dem besonders erstarkten Reiserad-Tourismus in und um Lübeck zu Gute kommen wird.

Ebenfalls für Fahrrad-Schnellwege setzt sich Thomas Misch ein, allerdings von Bad Schwartau über Lübeck nach Groß Grönau, womit er im Unterschied zu Katrin Weiher den derzeitig aktuellen Planungsstand geeigneter Velo-Routen widerspiegelt.

Nicht nachvollziehbar ist allerdings seine Einschätzung zum Zustand der Radwege-Infrastruktur, die Herr Misch als weniger dramatisch erachtet, als die anderen Kandidaten und die sich auch nicht im Ergebnis des ADFC Fahrradklimatest aus dem Jahr 2016 wiederspiegelt (glatte 5).

Jan Lindenau stellt auf die schnelle Realisierung des Fahrrad-Parkhauses am Bahnhof ab, um den Pendlern endlich ein attraktives Park&Ride-Angebot zur Verfügung stellen zu können (Forderung 9).

Allen gemein ist die Forderung, Lübeck so schnell wie möglich in den Hamburger Verkehrsverbund (HVV) aufzunehmen, was die Attraktivität von multimodaler Nutzung nachhaltiger Verkehrsträger wie Fahrrad und ÖPNV deutlich erhöhen wird.

Der ADFC Lübeck sieht es als einen deutlichen Erfolg an, dass die Sorgen und Probleme der Radfahrenden in Lübeck nach intensiver Kampagne in diesem Jahr rund um das Thema Radverkehr in den Köpfen der zur Wahl stehenden zukünftigen Stadtoberen angekommen ist und wird darauf drängen, dass den Worten Taten folgen.

ratzeburgerradweg