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Nach ausführlichen Diskussionen in städtischen Ausschüssen und politischen Fraktionen kündigte der Bausenator im Juli 2016 an, in den Sommerferien eine Kommunalspur von der Hohelandstraße bis kurz vor dem Mühlentorteller abzumarkieren. Dieser 5,5 Meter breite Streifen sollte gemeinsam von Bussen, Taxis und RadfahrerInnen genutzt werden. In diesem für Lübeck neuen Ansatz sollten Erfahrungen mit einer gemeinsamen Nutzung in einer Kommunalspur gesammelt werden. Trotz dieser Ankündigung ist leider nichts geschehen. Begründet wurde dies zunächst mit Personalmangel in der Verwaltung, und später dann mit den nun anstehenden Bauarbeiten in diesem Bereich der Ratzeburger Allee. Außerdem sollen jetzt auch noch Erfahrungen mit einer ebenfalls sehr breiten Kommunalspur in Hamburg abgewartet werden, die vor einer Weile eingerichtet wurde. Ein in der Stadtzeitung erwähntes Gutachten sieht unterdessen kein erhöhtes Gefährdungspotential durch eine 5,5 m breite Kommunalspur.

Übersetzt klingt das so, dass weiterhin nichts geschehen wird. Aus Sicht des ADFC, der Initiative Spurwechsel jetzt und der über 2.000 UnterstützerInnen der Aktion Spurwechsel, die den Aufruf zur Einrichtung von Radfahrstreifen auf der Ratzeburger Allee unterschrieben haben, ist das nur schwer nachvollziehbar.

Denn an der Situation hat sich nichts geändert: die Ratzeburger Allee ist mit täglich über 3.000 RadfahrerInnen die am stärksten frequentierte Ausfallstraße Lübecks. Speziell stadteinwärts zwischen Bahnlinie und Wallbrechtbrücke ist der Radweg dem jedoch überhaupt nicht angemessen und in einem beklagenswerten Zustand. Er ist zudem gefährlich: an den vielen unübersichtlichen Einmündungen kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen und Unfällen. Der Höhenunterschied zwischen Rad- und Gehweg birgt eine zusätzliche Sturzgefahr.

Aufgrund der Entlastung durch die B207neu muss die Ratzeburger Allee keine Schneise mit zwei KfZ-Spuren pro Richtung mehr sein: seit vielen Monaten fällt eine Spur durch die Großbaustelle weg, ohne dass es zu nennenswerten Beeinträchtigungen kommt. Radfahrstreifen würden zu einer Erhöhung des Radverkehrsanteils und damit zu einer weiteren Entlastung des KfZ-Verkehrs führen. Dies würde letztlich das ganze Quartier aufwerten.

Aktuell wird die Einrichtung von Radschnellwegen in Lübeck diskutiert. Dabei muss darauf hingewiesen werden, dass der Begriff Radschnellweg mit erheblichen Qualitätsansprüchen verbunden ist, die einzuhalten sind. Eine mögliche Trasse wäre die Verbindung von der Innenstadt nach Groß Grönau über die Ratzeburger Allee. Wir begrüßen diese Pläne sehr und erkennen an, dass sich von den in der Bürgerschaft vertretenen Parteien die Grünen und auch die Christdemokraten für Radschnellwege in Lübeck aussprechen.

ratzeburgerradweg

 

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