Nav Ansichtssuche

Navigation

Gefühlt seit einer Ewigkeit sind die Radwege beidseitig der Roeckstraße in Lübeck in einem desolaten Zustand. Zu schmal, mit Wurzelaufbrüchen übersät, stellenweise notdürftig und miserabel geflickt. Auf einigen Abschnitten steigert ein Absatz im Übergang zum Fußweg die Unfallgefahr für die Radfahrer .Seit einigen Jahren ziert stadtauswärts ein Gefahrenschild (StVO Z 101) den benutzungspflichtigen Radweg. Darunter ein Zusatzschild mit dem Text „Radwegschäden“. Damit meint die Verkehrsbehörde wohl, ihrer Verkehrssicherungspflicht nachgekommen zu sein und gegen eventuelle Regressansprüche verunfallter Radfahrer gewappnet zu sein. Aber selbst unter diesem Gesichtspunkt lässt der jetzige bauliche Zustand eine Beibehaltung der Radwegebenutzungspflicht ohne grundhafte Neuanlage der Radwege gar nicht mehr zu. Viele Radfahrer weichen auf den Fußweg aus und gefährden damit sich und die Fußgänger oder fahren gleich auf der Straße.

Der Lübecker Fahrradbeauftragte hat verschiedenste Varianten zur Sanierung oder Verlegung der Radwege geprüft. Im Ergebnis wäre immer der Alleebaumbestand gefährdet, was natürlich niemand will. Für ein Abmarkieren von Radfahrstreifen oder Schutzstreifen, ist die Fahrbahnbreite der Roeckstraße zu schmal. Die jetzt vorgeschlagene Variante, die Fahrgeschwindigkeit auf Tempo 30 zu reduzieren und den Radverkehr auf der Straße zu führen wird vom ADFC Lübeck begrüßt und unterstützt. Mit Tempo 30 wird die Geschwindigkeit von Kfz – und Radverkehr angenähert, trägt zur Verkehrssicherheit bei und erlaubt so den Kfz – und Radmischverkehr auf der Straße. Der gefährliche Zustand der Radwege im Seitenraum, die vielen Grundstücks – und Straßeneinmündungen mit zum Teil sehr schlechten Sichtbeziehungen, bieten sicherlich mehr Gefahrenpotenzial für die Radfahrenden, als das Fahren auf der Straße. Der ADFC Lübeck plädiert dafür, die vorgeschlagene Variante als Verkehrsversuch unverzüglich umzusetzen. Auf gar keinen Fall darf der jetzige Zustand noch länger beibehalten werden.