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Wie einem Bericht der Lübecker Nachrichten vom 30. März zu entnehmen ist, stellt die Polizei die Ausweisung der Dorfstraße als Fahrradstraße infrage. Im Oktober 2010 wurde die Dorfstraße versuchsweise als Fahrradstraße etabliert. Versuchsweise nur deshalb, weil auf einer Teilstrecke eine Buslinie verläuft. Zwischen Bus – und Radverkehr hat es aber keine Probleme gegeben. Die Unfallstatistik belegt, dass es von 2008 bis zum Oktober 2010 (33 Monate) zu 4 Unfällen zwischen Radfahrenden und Autos kam. Von Oktober 2010 bis Ende 2013 (39Monate)wurden 18 Unfälle registriert. Unfallschwerpunkte sind die Kreuzungen Dorfstr. – Kalkbrennerstraße und Dorfstr. – Billrothstraße.

Die Kalkbrennerstraße Und die Billrothstraße werden auch gerne als Schleichweg zwischen Kronsforder Allee und Mönkofer Weg genutzt. Von Oktober 2010 bis jetzt hat sich die tägliche Zahl Radfahrender auf der Dorfstraße von 226 auf 1095 erhöht, also eine Vervierfachung. Wie sich die Anzahl der täglichen Kfz Nutzer im genannten Zeitraum an den betroffenen Kreuzungen verändert hat, geht aus dem Bericht nicht hervor.

Unter Maßgabe dieser Zahlen hätten sich deutlich mehr als 18 Unfälle ereignen können, nämlich 23. (4 * 39 / 33 * 1095 / 226). Hier wird versucht mit absoluten Zahlen eine Gefährlichkeit herbeizureden, tatsächlich ist es sicherer geworden.Festzustellen ist auch, dass 3 Unfälle mit der Einführung der Fahrradstraße nichts zu tun haben, da der Unfallort außerhalb der Fahrradstraße (südlich der Bahnschienen) liegt. Ein Unfall an der Einmündung Weidenweg wäre auch bei einer Regelung „rechts vor links“ passiert, da der beteiligte PKW-Führer linksseitig fuhr. Alle anderen Unfälle sind auf den Schleichwegen durch das Wohnquartier geschehen.

Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen schlägt der ADFC vor,  dass an den Einmündungen Kalkbrennerstraße und Billrothstraße ein Stopp-Schild (Zeichen 206) mit einer Haltelinie angebracht wird. Sollte dies nicht zu dem gewünschten Erfolg führen, sollte eine Aufpflasterung an diesen Stellen erfolgen .Die Argumentation, dass das gesamte Quartier eine Tempo 30-Zone ist, in der allgemein die Regel rechts vor links gilt und die Autofahrer mit einer Vorfahrt achten Regelung überfordert sind, ist nicht nachvollziehbar.

Das Ergebnis einer kritischen Auseinandersetzung mit den Unfallzahlen zeigt, dass hier von interessierter Seite versucht wird, mit absoluten, nicht vergleichbaren Zahlen die Förderung des Radverkehrs zu verhindern.

Lübecks einzige echte Fahrradstraße muss bleiben, alles andere wäre eine fahrradfeindliche Entscheidung.

 

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