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Willkommen beim ADFC Kreisverband Lübeck

     

Sie finden uns im Mobilitätscenter in der Kanalstraße 70, 23552 Lübeck.

Wir sind jeden Donnerstag von 18:00 bis 19:00 Uhr und jeden Samstag von 10:30 bis 12:00 Uhr für Sie da.

Die Aktiven treffen sich jeden Donnerstag von 18:30-20:00 Uhr

Tel.: 0451 / 7 83 63
E-Mail: kontakt(at)adfc-luebeck.de

 

Wir wollen, dass noch mehr Menschen in Lübeck regelmäßig Rad fahren, weil dies der Umwelt, der Allgemeinheit, und vor allem ihnen selbst nützt. Dies setzt gute Bedingungen für das Rad fahren voraus, und darüber stehen wir mit den Verantwortlichen in Verwaltung und Politik in einem konstruktiven und kritischen Dialog. Wir freuen uns deshalb über jede Rückmeldung von Ihnen, was gut ist und wo noch Verbesserungsbedarf besteht, und leiten Ihre Wünsche und Beschwerden an die zuständigen Stellen weiter.

In der Zeit von Mitte März bis Ende Oktober haben wir an fast jedem Wochenende eine Radtour, eine schöne Gelegenheit neue Menschen kennen zu lernen. Das Radtourenprogramm können Sie unten als pdf-Datei downloaden. Dieses Programm informiert Sie auch über weitere Veranstaltungen und Serviceangebote.

Wir geben in unregelmäßigen Abständen auch einen Newsletter heraus. Wenn Sie sich hierfür anmelden wollen, senden Sie bitte eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit dem Betreff: „Anmeldung“


 

GhostBike

Geisterräder sind weiß gestrichene Fahrräder, die in vielen Städten der Welt als Mahnmale für im Straßenverkehr tödlich verunglückte Radfahrer am Unglücksort aufgestellt werden. Neben der Funktion als Gedenkstätte sollen sie auch auf mögliche Gefahrenpunkte hinweisen. In Lübeck ist in diesem Jahr leider schon die 3. Radfahrer*in ums Leben gekommen, so viele wie seit 2006 nicht mehr. Ein trauriger Rekord, den wir als Anlass genommen haben, auch in Lübeck ein Geisterrad aufzustellen. Eine kurze Beschreibung der Unfallhergänge (nach Pressebericht der Polizei):

16. Januar 2019, 10:00 Uhr in der Moislinger Allee
Ein 19-jährige Radfahrer fuhr in der Moislinger Allee in stadtauswärtige Richtung auf dem Gehweg. Im dortigen Baustellenbereich stürzte der Mann an einer Engstelle und überschlug sich dabei. Er verstarb einen Tag später im Krankenhaus. Möglicherweise ist ein in den Gehweg hineinragendes Metallteil eines Maschendrahtzaunes für den Unfall mit ursächlich gewesen ist.

09.05.2019, 15:20 Uhr in der Falkenstraße/ Einmündungsbereich Brückenweg
Eine 69- jährige Lübeckerin befuhr mit ihrem E-Bike vom Gustav-Radbruch-Platz kommend den rechten Radweg in Richtung Hüxtertorallee. Als sie bei grün anzeigender Ampel den Einmündungsbereich des kreuzenden Brückenweges überqueren wollte, wurde sie von einem Reisebus erfasst, der zu diesem Zeitpunkt von der Falkenstraße kommend nach rechts in den Brückenweg abbiegen wollte. Die Frau geriet unter den Bus und zog sich dabei so schwere Verletzungen zu, dass sie noch am Unfallort verstarb.

23.09.2019, 11:20 Uhr im Einmündungsbereich Burgtorbrücke / Fährstraße
Eine 74-jährige Frau aus Lübeck befuhr mit ihrem Fahrrad die Straße Burgtorbrücke in Richtung Innenstadt. Der Fahrer eines Lkw beabsichtigte, von der Straße Burgtorbrücke in die Fährstraße abzubiegen.
Es kam zum Zusammenstoß des Lkw mit dem Fahrrad, bei dem die Frau aus Lübeck schwer verletzt wurde. Die 74-jährige wurde nach Erstversorgung und Reanimation durch die Rettungskräfte mit einem Rettungswagen in eine Lübecker Klinik transportiert, wo sie schließlich ihren schweren Verletzungen erlag.

Der ADFC Lübeck nimmt diese Unfallserie zum Anlass, auf einer Mahnwache der Unfallopfer zu gedenken. Im Rahmen dieser Mahnwache wird an der Unfallstelle auch, erstmals in Lübeck, ein Geisterrad aufgestellt werden. Die Mahnwache findet am Freitag, dem 4.10., gegen 19:30 Uhr an der Einmündung der Fährstraße in den Gustav-Radbruch-Platz statt.

 

Stellungnahme des ADFC Lübeck zum Beschluss der Bürgerschaft

 

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Nur heiße Luft?

Lübecks Bürgerschaftsmehrheit hat am 20. Juni beschlossen, zukünftig 2,5 Millionen Euro jährlich für Radwege auszugeben. Lübecks Radwegenetz ist 190 Kilometer lang und entspricht zu weit weniger als 10% dem Stand der Technik, dessen Einhaltung für Grunderneuerungen und Neubauten vorgeschrieben ist. Nach den Angaben der Stadt kostete eine Radwegesanierung mit Anpassung an die Regelwerke in den letzten Jahren etwa 500.000 Euro je Kilometer. Daraus lässt sich leicht errechnen, dass mit dem genannten Budget etwa 5 Kilometer jährlich saniert werden könnten, und dass deshalb die vollständige Anpassung des Radwegenetzes an die Regelwerke auch im günstigsten Fall nicht vor 2055 bis 2060 abgeschlossen wäre. Insofern würde das beschlossene Budget zwar vermutlich die Mängelverwaltung erleichtern, es hätte aber keine relevante Zunahme des Fahrradverkehrs zur Folge. Die von mehreren Stellen formulierte Zielvorstellung, den Radverkehrsanteil auf 40% aller Wege zu steigern, wäre nichts anderes als heiße Luft – im wahrsten Sinne des Wortes: Lübeck würde seine gerade beschlossenen Klimaziele drastisch verfehlen, der Flächenverbrauch des Verkehrs würde mangels attraktiver Alternativen zum Pkw weiter steigen statt zu sinken, die Unfallrate von Radfahrern bliebe auf einem inakzeptabel hohen Niveau, ebenso die immensen Krankheitskosten aufgrund von Bewegungsmangel.

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Auch dem kommunalen Haushalt hat die Bürgerschaft mit ihrem Geiz einen Bärendienst erwiesen. Alle Verkehrsmittel erfordern einen kommunalen Zuschuss, aber dieser ist nicht bei allen Verkehrsmitteln gleich. Zieht man von den entstehenden Kosten die verkehrsmittelspezifischen Einnahmen ab (also Fahrscheinverkauf, Steuern, Zuschüsse von Bund und Land), dann erhält man für einen kommunalen Zuschuss von einem Euro etwa 15 Personenkilometer Busverkehr, 30 Personenkilometer Pkw-Verkehr, oder 120 Kilometer Fahrradverkehr. Lübecks Bürgerinnen und Bürger legen jährlich 180 Millionen Kilometer mit dem Fahrrad zurück. Würden sie mit diesem Wegeanteil komplett zu anderen Verkehrsmittel ausweichen, hätte dies allein kommunale Mehrkosten für den motorisierten Verkehr von mehr als 7 Millionen Euro jährlich zur Folge.

fordert der ADFC ein jährliches Budget von mindestens 30 Euro je Einwohner und Jahr für den Radverkehr. Dies bedeutet, dass die durch den Radverkehr erzeugten kommunalen Einsparungen bis zum Erreichen eines gesetzeskonformen Zustands der Infrastruktur vollständig in den Radverkehr reinvestiert werden müssen. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass Lübecks Blüte im Spätmittelalter großenteils Folge strategischer Entscheidungen der Kaufmannschaft war. Mit reinem Krämerdenken wäre diese Entwicklung vermutlich anders verlaufen.

 

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Im Rahmen der Kampagne MEHR PLATZ FÜRS RAD hat der ADFC Lübeck seine im Frühjahr 2017 formulierten Forderungen zur nachhaltigen Förderung des Radverkehrs aktualisiert. Die Forderungen sind im Anhang auch als PDF File zum Download eingestellt.

10 Forderungen des ADFC zur nachhaltigen Förderung des Radverkehrs in Lübeck

1. Lübeck wird zu einer fahrradfreundlichen Stadt mit Vorbildfunktion.
Lübecks Bürgerinnen und Bürger müssen die Möglichkeit haben, alle innerstädtischen Ziele und alle Nachbargemeinden sicher, angstfrei, und komfortabel mit dem Rad zu erreichen, wenn sie dies möchten. Dabei sollen die Belange der unterschiedlichen Alters- und Nutzergruppen berücksichtigt werden.

2. Im Jahr 2030 beträgt der Radverkehrsanteil mindestens 40% aller Wege.
Dazu muss sich die Durchschnittsbenotung im ADFC-Fahrradklimatest um 0,2 Noten jährlich verbessern. Gut ausgebaute, komfortable und sichere Radwege und Netze werden mehr Menschen dazu bewegen, vom Auto auf das Rad als kostengünstigstes, umweltfreundlichstes, und gesündestes Verkehrsmittel umzusteigen. Der ADFC erwartet, dass Verwaltung und Politik dieses Ziel bei allen verkehrspolitischen Entscheidungen berücksichtigen.

3. Der Radverkehr wird dem Kfz-Verkehr gleichgestellt.
Überdimensionierte Fahrbahnen eröffnen die Möglichkeit für den Bau attraktiver Radverkehrsführungen, beispielsweise als geschützte Radstreifen. Wo Platz für richtlinienkonforme Radverkehrsanlagen fehlt, ist die Geschwindigkeit des Kfz-Verkehrs auf maximal 30 km/h zu begrenzen und die Menge des Kfz-Verkehrs durch verkehrslenkende Maßnahmen zu verringern. Gefahrenträchtige Ordnungswidrigkeiten wie Parken auf Flächen des Radverkehrs oder Überholen ohne Einhaltung eines angemessenen Sicherheitsabstands sind zu überwachen und zu ahnden. Für die Altstadt wünschten die Teilnehmer des Projektes übermorgenLÜBECK eine Priorisierung 1. Fußgänger; 2. Radverkehr; 3. Öffentlicher Verkehr; 4. Individueller Kfz-Verkehr. Die praktische Umsetzung dieses Prinzips erfordert eine Verkehrslenkung und bauliche Gestaltung, welche auf den im Projekt definierten Hauptrouten des Radverkehrs in der Altstadt eine sichere und angenehme Fahrt ermöglicht.

4. Lübeck stellt jährlich mindestens 30 EUR je Einwohner für den Radverkehr zur Verfügung.
Jedes Jahr müssen 20 Kilometer Bestandsradwege grundlegend saniert und zum allergrößten Teil auch baulich den geltenden Bestimmungen angepasst werden. Nur so kann der seit Jahrzehnten aufgelaufene und unfallträchtige Sanierungsstau in den nächsten zehn Jahren abgearbeitet werden. Darüber hinaus ist der geplante Radschnellweg von Bad Schwartau nach Groß Grönau zügig herzustellen, und es sind weitere leistungsfähige Routen zwischen den Stadtteilen und dem Zentrum zu schaffen. Diese Projekte erfordern ausreichende Mittel, welche aber auch durch mögliche Einsparungen bei anderen Verkehrsträgern zur Verfügung stehen.

5. Die nationalen Planungsrichtlinien für den Radverkehr werden eingehalten.
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ie Sanierung und / oder der Neubau benutzungspflichtiger baulicher Radwege muss entsprechend den gültigen technischen Regeln erfolgen (ERA 2010). Zu schmale Wege sowie fehlende oder zu schmale Sicherheitstrennstreifen neben geparkten Kraftfahrzeugen beeinträchtigen die gefühlte Sicherheit und steigern auch das tatsächliche Unfallrisiko. Radfahrende müssen einander überholen können, Lastenfahrräder und Eltern mit Kinderanhänger müssen gefahrlos solche Wege benutzen können. Auch bei einer Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn sind die seitlichen Sicherheitsabstände zu parkenden und überholenden Kraftfahrzeugen zwingend zu berücksichtigen.

6 .Benutzungspflichtige Zweirichtungsradwege gibt es kaum noch.
Lübecks Radwegenetz ist 190 Kilometer lang. Viele dieser Wege sind noch Zweirichtungsradwege, die zudem oftmals nicht der StVO und den technischen Regelwerken entsprechen. Solche Wege sind mit einem hohen Unfallrisiko verbunden; sie sollen deshalb nach StVO in Ortschaften nur in begründeten Ausnahmefällen angewendet werden. Wo dies der Fall ist, muss durch eine richtliniengerechte Gestaltung der Wege das Unfallrisiko minimiert werden. In allen anderen Fällen sind sicherere Führungsformen anzubieten.

7. Knotenpunkte sind fahrradfreundlich gestaltet.
Eine Optimierung der Ampelschaltungen vor allem auf den Hauptrouten des Radverkehrs wird Alltagsradler und Freizeitradler gleichermaßen erfreuen; dies ist möglich durch grüne Wellen und / oder durch kurze Umlaufzeiten. In einigen Fällen können außerdem Bedarfsampeln durch andere Überquerungshilfen (Zebrastreifen, Inseln) ersetzt werden. Abzulehnen sind dagegen Bedarfsschaltungen („Bettelampeln“) an voll signalisierten Knotenpunkten. Denn auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt oder zum Einkaufen wollen auch Radfahrende ihr Ziel zügig und ohne lange Stopphasen erreichen.

8. Ausreichende und sichere Abstellanlagen sind an Rad-Zielpunkten vorhanden.
Der Bedarf an sicheren Fahrradabstellanlagen im Stadtzentrum und im Umfeld der Schulen ist - trotz bisheriger Bemühungen – bei Weitem nicht gedeckt. Hier sind weitere Verbesserungen erforderlich, auch auf Kosten von Kfz-Parkplätzen. Fahrradtouristen werden dankbar abschließbare Fahrradboxen annehmen, in denen sie ihr Fahrrad während des Stadtbesuchs sicher abstellen können.

9.Die Kombination von Fahrrad und öffentlichem Verkehr wird gestärkt.
Fahrrad und öffentlicher Verkehr können sich hervorragend ergänzen. Unverzichtbar ist dafür ein leistungsfähiges Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof. Aber auch an anderen Haltestellen des Regionalverkehrs müssen Abstellplätze für Fahrräder in ausreichender Menge und guter Qualität zur Verfügung stehen. Für Pendler und Radreisende ist außerdem eine verlässliche Fahrradmitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln unverzichtbar.

10.Bei Straßenbaumaßnahmen und im Winterdienst werden die Belange von Radfahrern beachtet.
An Baustellen sind Ausschilderung, Absicherung und fehlende Umleitungshinweise für den Radverkehr immer wieder Anlass für Ärger und Unmut, und leider auch für Unfälle. Wir fordern mehr Umsicht seitens der ausführenden Firmen und Kontrolle seitens der Verwaltung. In gleicher Weise gilt dies für den Winterdienst auf den Flächen des Radverkehrs.

 

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ADFC MehrPlatzFuersRad Logo blau rgb

Um Mehr Platz fürs Rad geht es auf unserem Infostand am Samstag dem 8. Juni auf dem Schrangen an der Königstraße. Wir präsentieren einen geschützten Radfahrstreifen und diskutieren mit Euch, wo in Lübeck mehr fürs Rad getan werden muss. Besucht uns doch mal.

Liebe Radlerinnen und Radler,

pünktlich vor dem Beginn unserer Radtourensaison haben wir den neuen ADFC-Radgeber  herausgegeben mit einem Verzeichnis der Touren, die wir im Jahr 2019 anbieten werden. Darüber hinaus erhält er in gewohnter Weise Informationen zu allen möglichen weiteren Themen, die das Radfahren in und um Lübeck betreffen. Viele von euch haben sich bereits auf den Radreisevorträgen im Februar auf die beginnende Fahrradsaison eingestimmt, für die wir euch eine angenehme, pannenfreie, und sichere Fahrt wünschen. Das Radtourenprogramm ist kostenfrei zu unseren Geschäftszeiten im Mobilitätscenter im Werkhof erhältlich und es liegt in zahlreichen Fahrradläden aus. Das Tourenprogramm ist außerdem auch auf unserer Internetseite unter Termine einsehbar.

Radgeber2019

Neben diesen Angeboten wollen wir auch in diesem Jahr versuchen, die Bedingungen für den Radverkehr in Lübeck zu verbessern. Unser letzter Beitrag dazu ist die Veröffentlichung unserer Nutzen-Kosten-Bewertung für den geplanten Radschnellweg von Bad Schwartau nach Groß Grönau, die ein äußerst günstiges Verhältnis zwischen zu erwartendem Nutzen und notwendigem Aufwand ergibt. Daneben arbeiten wir aktiv in den Projektgruppen zur Realisierung dieses Radschnellwegs und zur Erarbeitung eines Konzepts für die Altstadt mit. Und wir mussten uns in den letzten Wochen auch wieder einmal mit der Qualität des Winterdienstes auf den Radwegen und anderen Radverkehrsflächen unserer Stadt beschäftigen.
Wir würden uns sehr freuen, viele von euch auf unseren Touren und unseren anderen Veranstaltungen begrüßen zu können. Wir freuen uns aber auch auf eure (gern auch kritischen) Anregungen für unsere Arbeit und nehmen gern eure Hinweise auf, wo in Lübeck etwas Gutes für den Radverkehr geschaffen wurde, und wo noch Verbesserungen erforderlich sind. Noch schöner fänden wir es natürlich, wenn ihr die Aktivitäten unseres Kreisverbandes mit euren Ideen und eurem persönlichen Engagement unterstützt. Dankbare Ansprechpartner zu diesem Thema (und zu allen anderen natürlich auch) trefft ihr donnerstags und samstags in unserer Geschäftsstelle.

 

 

 

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Radschnellwege sind Radverkehrsverbindungen, die direkt geführt und qualitativ hochwertig Wohn- und Gewerbegebiete bzw. Stadtzentren miteinander verknüpfen. Ihr besonderes Merkmal ist die Möglichkeit einer gleich bleibenden Fahrgeschwindigkeit mit relativ geringem Energiebedarf, was durch Kreuzungsfreiheit (Unter- und Überführungen), grüne Wellen, durch gute Oberflächenbeschaffenheit und größere Radwegbreiten erreicht wird.
Nach niederländischem oder Kopenhagener Vorbild werden hohe Ansprüche an die Qualität gestellt. Breiten von über 4 Metern und möglichst kreuzungsarme Führung sind Standard

Radschnellwege

Aktuell hat die Hansestadt Lübeck eine Machbarkeitsstudie für einen Radschnellweg von Bad Schwartau über die Innenstadt nach Groß Grönau in Auftrag gegeben. Zur Untersuchung der Trassenführung wurde die Strecke in zwei Korridore unterteilt: Der erste Abschnitt verbindet Bad Schwartau mit dem Hauptbahnhof und der Innenstadt. Der zweite Abschnitt führt von der Innenstadt weiter Richtung Hochschulstadtteil oder Groß Grönau. In der Innenstadt verteilen sich die Verkehre auf das vorhandene Radverkehrsnetz.
Ziel ist es, die Attraktivität des Radverkehrs weiter zu steigern. Die Machbarkeitsstudie soll wichtige planerische Grundlagen für die spätere Realisierung neuer und nachhaltiger Mobilitätsangebote für Pendler in Lübeck liefern. Die Metropolregion Hamburg unterstützt die Untersuchung der Umsetzbarkeit von insgesamt acht Radschnellwegen in der Metropolregion mit knapp einer Millionen Euro.

Der ADFC Lübeck hat mehrere mögliche Routen auf dieser Strecke untersucht. Für die Bewertung der alternativen Streckenabschnitte haben wir die Fahrzeit (beeinflusst u.a. durch die Streckenlänge und die Art und Anzahl Kreuzungen), die Erschließungsqualität (Nähe zu Wohnungen, Ausbildungs-, Arbeits- und Einkaufsstätten) sowie die Verkehrsbelastung (Kfz) bewertet. Die Routenvorschläge und die Bewertungen sind im Anhang einzusehen.

Darüber hinaus hat der ADFC eine Nutzen-Kosten-Bewertung des geplanten Radschnellwegs erarbeitet. Diese Bewertung belegt eindrucksvoll, dass der Nutzen dieses Radschnellwegs die zur Herstellung und Unterhaltung des Weges anfallenden Kosten in außergewöhnlich kurzer Zeit übertrifft und in der Folgezeit eine beträchtliche Kostenentlastung für die Stadt Lübeck und ihre Bürger bietet. Auch dieses Dokument kann im Anhang eingesehen und von dort heruntergeladen werden.

 

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