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Mit Inkrafttreten der neuen Straßenverkehrs-Ordnung fordert Thomas Möller, Landesvorsitzender des ADFC Schleswig-Holstein, die Kommunen auf: „Die Möglichkeiten der StVO müssen stärker genutzt werden, um mehr Platz zum Radfahren und Zufußgehen zu schaffen. Öffnet die Straßen für Menschen!“

Zwei Meter Abstand zwischen den Menschen ist eine wichtige Maßnahme zur Eindämmung des Corona-Virus. „Die meisten Geh- und Radwege in Schleswig-Holstein sind viel zu schmal, um dieses Gebot einzuhalten“ stellt Thomas Möller fest und ergänzt: „Beim Begegnen und Überholen wird es zu eng, die Menschen müssen oft auf die Straße ausweichen. Wir fordern die Kommunen auf, die Straßen für Radfahrende und möglichst auch für den Fußverkehr zu öffnen.“

Viele Wohnstraßen können in verkehrsberuhigte Bereiche umgewandelt werde, wo nur im Schritttempo gefahren werden darf. Bereiche, die von Menschen stark frequentiert werden, können ganz für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. „Die Stadt Kiel hat mit der temporären Umwidmung der Kiellinie mal wieder ein gutes Beispiel gesetzt“, so Thomas Möller. Auch Fahrradstraßen sind in Kiel seit Jahren bewährt, während sie in den meisten Städten in Schleswig-Holstein immer noch unbekannt sind. Mit der StVO-Novelle werden nun Fahrradzonen ermöglicht, die von den Kommunen noch leichter umgesetzt werden können.

Die Radwege sind in Schleswig-Holstein in den meisten Fällen zu schmal, um sich dort so zu begegnen oder zu überholen, wie es die Corona-Abstandsregeln vorschreiben. Der ADFC-Landesvorsitzende Thomas Möller fordert entsprechend: „Die Straßenverkehrsbehörden müssen die Benutzungspflicht für Radwege aufheben, die zu schmal sind, um das Corona-Abstandsgebot einzuhalten. Das betrifft in Schleswig-Holstein sehr viele Radwege, wahrscheinlich über 90 Prozent. Zum Schutz von Radfahrenden soll dann während der Corona-Krise außerorts ein Tempolimit von 70 Stundenkilometern gelten und innerorts Tempo 30.“

Mit der StVO-Novelle wird auch der Sicherheitsabstand von 2 Metern außerorts und 1,50 Metern innerorts für Autofahrende beim Überholen zur Pflicht. Das galt zuvor schon durch Gerichtsentscheidungen, steht jetzt aber ausdrücklich in der StVO. Faktisch bedeutet diese Regel ein Überholverbot in Straßen, die nicht die notwendige Breite haben. Das wissen die meisten Autofahrenden nicht, deshalb fordert der ADFC eine Aufklärungskampagne zur neuen StVO.

Fahrräder sind die gesündesten und umweltfreundlichsten Fortbewegungsmittel im Alltag und in Schleswig-Holstein ist Radfahren mit Abstand die beliebteste Sportart, wie eine Studie im Auftrag des Innenministeriums 2019 gezeigt hat. „In dieser besonderen Zeit zeigt sich, dass das Fahrrad eine wichtige Rolle in der Mobilität spielt. Viele Menschen würden es gerne als Verkehrsmittel im Alltag mehr nutzen und brauchen dafür sichere Infrastruktur. Die Corona-Krise bietet die Chance, die Raumaufteilung in unseren Straßen zu überdenken. Die Kommunen haben es in der Hand, dies praktisch umzusetzen.“

„PETT MAN SÜLM“

Liebe Leserinnen und Leser,

wir waren dabei die letzten Handgriffe an der neuen „Pett man sülm“ zu tun, als sich die Corona -Epidemie entwickelte und die Einschränkungen unseres sozialen Lebens in Gang gesetzt wurden. Vieles von dem, was wir in unserem Magazin ankündigen, können wir nun nicht mehr umsetzen.
Aber die Aktivität unseres Fahrradclubs geht weiter. Das wollen wir nun erstmalig in einem neuen
Format, einem Newsletter, dokumentieren. Und wir wollen zu weiterem Tun anregen und ermutigen.
Denn das Fahrrad, das uns zusammenführt, ist nicht nur Transportmittel, sondern auch Vehikel der
Lebensfreude.
Hier ist also unser erster Versuchsballon. Wir würden uns freuen, wenn er Eure Zustimmung findet.
Und reicht ihn bitte weiter an alle Interessierten! In diesem Medium werden wir knapp formulieren,
mehr Informationen findet Ihr mit den entsprechenden Links.

Für die Redaktion der „Pett man sülm“ Bodo Bachmann

To bike or not to bike

Auch Shakespeare hätte darauf wohl momentan keine Antwort. Kämpfen und Immunsystem, Kreislauf
und Lungen durch Radfahren trainieren oder die gegenwärtigen Plagen und Unannehmlichkeiten
ertragen und aussitzen. Das Problem formulierte er schon vor 400 Jahren. Klar ist, dass Radfahren
trainiert, entspannt und gut gegen Lagerkoller ist. Weniger klar sind die Infektionsrisiken, denen man
sich damit möglicherweise aussetzt. Hier der Versuch einer Einschätzung für den Radfahrer.

Mehr: To bike or not to bike

Radfahren: Gesund nicht nur in Corona-Zeiten

Viele Menschen folgen in der Corona-Krise der Aufforderung das Rad zu nehmen, um von A nach B zu
kommen und sich an frischer Luft zu bewegen. ADFC-Mitglieder sollten diese Chance nutzen und mit
Menschen ins Gespräch kommen, die das Radfahren für sich wiederentdeckt haben. Sie unterstützen
und beraten in allen Fragen rund ums Fahrrad.
In diesem Beitrag werden unsere ADFC-Mitglieder über den derzeitigen Verhaltenskodex aufgeklärt
und er zeigt auf, warum das Rad immer die erste Wahl bleibt, wenn es um Mobilität und Gesundheit
geht.

Mehr: Der ADFC Bundesverband hat folgende Empfehlungen herausgegeben.

“Nostalgie im Hinterzimmer”

In Reinfeld, im Kreise Stormarn, wird seit Jahren eine Brücke geplant, die einen Bahnübergang
ersetzen soll. Über diesen Weg rollt ein Großteil des Verkehrs zum Bahnhof und in die Innenstadt. Da
die Strecke Hamburg-Lübeck häufig befahren wird, ist die Schranke entsprechend häufig geschlossen.
Die Brücke wird seit Jahren geplant, doch erst in letzter Zeit diskutiert Reinfeld intensiver über
umweltfreundlichen Verkehr. Etwa 1000 Kraftfahrzeuge sollen die Brücke nutzen und auch viele
Radfahrer werden eine flotte Verbindung zu schätzen wissen. Und so gerät die ursprüngliche Planung
dieser Strecke, die stadtauswärts entgegen den Leitlinien einen kombinierten Rad- und Fußweg
vorsieht, in die Kritik. Doch eine Mehrheit im Bauausschuss der Stadt hat nun, ohne große
Vorankündigung und wegen der Corona-Epidemie abgeschirmt von der Öffentlichkeit, diese Planung
erneut bestätigt und in der Gegenrichtung um einen Radweg mit Hochbord ergänzt, der weder vor
noch nach der Brücke vernünftig angeschlossen ist. Vorher war dort ein Radfahrstreifen geplant. So
wurde im Hinterzimmer die Tradition der Sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts aufrechterhalten,
die Fahrbahn für Kraftfahrzeuge zügig durchzuplanen und dem Radverkehr ein heilloses Stückwerk zu
servieren. Doch ob der traulichen Sitzung Erfolg beschieden ist, ist noch nicht ausgemacht. Denn mag
sich die Öffentlichkeit derzeit auch auf Corona konzentrieren - sie wird sich noch zu Wort melden. 

Bodo Bachmann

ADFC Vorstandarbeit in der Corona-Krise

Es war einmal, so fangen viele Märchen an oder wie in diesem Fall, die Zeit vor der Corona-Krise.
Damals im Januar 2020 (also vor vier Monaten) da traf sich der neugewählte Vorstand noch vor Ort
in Kiel, face to face, zu einer Klausurtagung. Mittlerweile trifft sich der Vorstand regelmäßig in einem
virtuellen, virusfreien „Raum“, der Telefonkonferenz (kurz Telko genannt). Es hat bisher einige dieser
virtuellen Treffen gegeben. Es gab viel zu besprechen. Der Mobilitätskongress stand kurz vor der
Veröffentlichung und konnte gerade noch rechtzeitig verschoben werden. Nur vorerst passé: Sobald
wie möglich soll ein neuer Termin bestimmt werden. Immer mehr Menschen fahren jetzt Rad. Der
ADFC schätzt, dass bis zu einem Drittel der Menschen, die während der Corona-Krise notgedrungen
auf das Rad umsteigen, auch danach dem Rad treu bleiben werden. Ein zusätzlicher Anstoß für den
Vorstand, die Debatte um die Verkehrswende neu anzukurbeln. Die Landesstrategie zur Förderung
des Radfahrens voranbringen, mehr lokale Tourismusbeteiligung sind neben Radverkehrsförderung
an Schulen die wichtigsten Maßnahmen auf die sich der Vorstand bei der Klausurtagung verständigt
hat.

Mehr: Ergebnisse der Klausurtagung

Telefonkonferenz – aktiv sein zu Hause

Der Telko-Konferenzraum des ADFC SH bei mytelco steht allen Gliederungen zur Verfügung. Gebucht
werden kann er von dienstags bis freitags bei Meike Roggenkamp, Tel. 0431 / 63 190 oder unter
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Bitte reserviert mindestens 3 Tage vor dem Termin.

ADFC – Mitglieder immer herzlich willkommen

Unsere ADFC Zweiradgemeinschaft ist kein Selbstzweck. Der Club braucht die Unterstützung der
Mitglieder. Nur durch ein großes Heer von Unterstützern können wir unsere Ziele „Mehr Platz fürs
Rad“ und „Sicherheit für Menschen auf Fuß- und Radwegen“ erreichen. Nebenher bietet der ADFC ein
großes Leistungsspektrum, z. B. die Pannenhilfe und Radtouren vor Ort in geselliger Gemeinschaft.
Willkommen im Club der Radfahrer. Wolfgang George (76) ist neues Mitglied im ADFC. Neuerdings
fährt er täglich seine Tour. Wie er zum Fahrradfahren zurückfand und weshalb er Clubmitglied
geworden ist, erfahren Sie hier.

Mehr: Wolfgang George neu im ADFC

Gebrauchsanweisung für diesen Newsletter

Dieser PMS-Newsletter wird über den „Ortsgruppenverteiler“ an die Ortgruppensprecherinnen und
Sprecher versendet. Und wir bitten die Empfänger, diesen Brief in ihre lokalen Netzen weiterzuleiten.
Auch Ausdrucken und an Interessierte weiterzugeben, ist ausdrücklich erwünscht. Der
„Ortsgruppenverteiler“ ist neben der ADFC-Schleswig-Holstein-Website der einzige geordnete
elektronische Kommunikationsweg unseres Landesverbandes. Auf der Ebene der Ortsgruppen
existieren bislang individuelle Lösungen, die nun genutzt werden könnten.
Nicht zuletzt verweist auch unsere Idee mit dem Newsletter auf die Notwendigkeit, hier eine
geregelte Struktur zu schaffen, wie es sich der Landesverband vorgenommen hat.
Ob und wie weitere Newsletter erscheinen werden, können wir gegenwärtig noch nicht absehen.

Bodo Bachmann

Impressum

PMS – „Pett man sülm“- Newsletter

Herausgeber

ADFC Landesverband Schleswig-Holstein e. V.

Geschäftsstelle:  Herzog-Friedrich-Straße 65,  24103 Kiel , Telefon 0431 63190  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.adfc-sh.de

V.i.S.d.P.

Thomas Möller, Landesvorsitzender des ADFC Schleswig-Holstein

Redaktion

Ellen Pahling, Bodo Bachmann, Andreas Haemisch und Jürgen Lieske

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Gestaltung

Jan Voß, Landesgeschäftsführer

Rechte an Text und Bild - soweit nicht anders angegeben : ADFC-Landesverband Schleswig-Holstein

Versand

Per E-Mail über “Ortsgruppenverteiler”

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ADFC Schleswig-Holstein e.V.

Landesgeschäftsführer

Postfach 1346, 24012 Kiel

Herzog-Friedrich-Str. 65, 24103 Kiel

www.adfc-sh.de

Tel. 0431 / 670 750 33

Fax  0431 / 63 133

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Vorsitzender: Thomas Möller

Vereinsregister Kiel: VR 3153 KI

USt.-ID-Nr.: DE 156 073 774

 

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